Die "Gemeindenahe Psychiatrie" versteht sich als Zeitschrift für Sozialpsychiatrie in Österreich. Sie entstand in den frühen Tagen der Psychiatriereform und kann mittlerweile auf eine mehr als dreißigjährige Geschichte zurückblicken.

 

Im Herbst 1979 erschien das erste Heft der "Gemeindenahen Psychiatrie", ohne Nummer, als Informationsschrift der "Österreichischen Gesellschaft für gemeindenahe Psychiatrie" (ÖGGP), die am 25. Mai 1979 in Graz gegründet worden war. Heft 2 folgte im Dezember 1979. Im Jahre 1980 erschienen die Hefte 3 - 6, ab 1981 wurden die Jahrgänge gezählt.

Am Cover der zumeist im Format A5 gestalteten Zeitschrift prangten in den ersten Jahren Ausschnitte des bekannten Plakats der "Aktion psychisch Kranke e.V.", Bonn. Dieses zeigte eine Stadt mit psychosozialen Einrichtungen in jedem Häuserblock und stellte damit die programmatische Vision psychiatrischer Versorgung der damaligen Zeit dar.

Weiterbildungsveranstaltungen mit dem Schwerpunkt "Umgang mit ..." waren in dieser Zeit eine der Hauptaktivitäten des Vereins, sie wurden in ganz Österreich abgehalten (Wien, Graz, Salzburg, Linz, Rankweil, Mauer, Klosterneuburg, Innsbruck, ...). Viele der Artikel der ersten Jahre waren Berichte und Zusammenfassungen von diesen Veranstaltungen. Reich waren die Hefte auch an Glossen und satirischen Kommentaren, die teils unter Pseudonymen veröffentlicht wurden.
 

Die Herausgeber der Zeitschrift waren:
1979 - 1983  Ernst Rainer, Salzburg
1983 - 1988  Rainer Danzinger, Gugging
1988 - 2002  Werner Schöny, Linz
2002 - 2009  Hans Rittmannsberger, Linz
     seit 2009  Anton Tölk und Hans Rittmannsberger, Linz